2. Feb, 2016

Crimson Peak

 

 

Die Schauspieler:

Zuerst möchte man meinen, allen voran in dieser Schauspieler Riege, geht hier Tom Hiddleston in der Rolle des Thomas Sharp, wird er aber im Laufe des Films vom Östrogen am Set an die Wand gespielt. Ist Hiddleston zwar ein durchaus guter Schauspieler, funktioniert die geradezu bemerkenswert gut in diese Zeit passende Mia Wasikowska etwas besser und ist somit dominanter in ihrer Rolle der Unternehmertochter Edith Cushing. Wie schon in der Rolle der Alice, setzt sie zwar eine immer etwas monotone Mimik ein, ist es aber gerade das was dem Charakter ihre (in diesem Fall gut passende) eigene Note verleiht. Auch die zweite Dame am Set,  Jessica Chastain als Lucille Sharp, gibt hier wunderbar glaubhaft die diabolische Schwester.

 

Der Film:

Regisseur Guillermo del Toro liefert uns hier einen ganz guten, aber eher für den einmaligen Gebrauch geeigneten Film bei dem der Zuseher so manches Mal das Gefühl hat er kennt ihn schon – nicht zuletzt durch seine Ähnlichkeiten mit Filmen wie „das Geisterschloss“. Del Toros bisherigen Arbeiten am Regiestuhl sind zwar überschaubar, aber durchaus erwähnenswert. Nicht wie in meinen Favoriten unter seinen Arbeiten, Pans Labyrinth und Blade 2, liefert er mir mit Crimson Peak keinen Streifen bei dem ich mich mit einem durchaus zufriedenen Gefühl aus dem Kinosessel erhebe. Der Film ist nicht ganz das was er sein möchte und wirkt an so manchen Stellen relativ langatmig und zu sehr auf eine etwas schräge Liebesgeschichte bezogen. Wohingegen aus der Handlung wesentlich mehr herauszuholen gewesen wäre, müssen hier Setbilder, Special Effects und die Kostümierung ganz deutlich hervorgehoben werden. Nie kommt das Gefühl auf es wirkt „günstig eingekauft“. Schön gefertigte Kleider und Anzüge aus der Jahrhundertwende, das genial düstere Anwesen Allerdale Hall (wenn auch aus CGI erschaffen) und die seltenen, jedoch unterhaltsamen, Auftritte der warnenden Geister, ergeben ein schaurig  schönes Gesamtbild.  Habe ich zwar von del Toro schon wesentlich besseres gesehen, verdient es Crimson Peak trotzdem für einen abendfüllenden Abend zu zweit (am besten bei Kerzenlicht) und als sehenswert weiter empfohlen zu werden.

 

Fazit:

Ein sehr gut besetzter, wunderschön kostümierter und von einwandfreien Setbildern begleiteter Mystery Thriller, der uns auf gewisse Weise gut zu unterhalten vermag, jedoch leider den Gruselfaktor von „Casper - the friendly Ghost“ aufweist.