10. Apr, 2016

The Huntsman and the Ice Queen

Bildquelle: © 2016 Universal Pictures International Germany Gmbh

Die Schauspieler:       

Allen voran hier natürlich Chris Hemsworth als einer der Titelgebenden Hauptprotagonisten Eric. Hemsworth geht wieder gewohnt auf in der Rolle des unverwüstlichen Feschaks. Wie schon in diversen anderen Filmen, kompensiert der „Huntsman“ seine schauspielerischen Defizite, mit charmantem Grinsen und imposantem Auftreten. Seine Kollegin Jessica Chastain ist da ihrem Kollegen, zumindest spieltechnisch um einiges voraus. Gekonnt gibt sie die weibliche „Huntsman“ Sara, der man als Zuseher die Amazonenhafte Kriegerin auch ohne weiteres abnimmt. Anders da die „Ice Queen“ Freya - Emily Blunt, welche zwar ansonsten eine charismatische und gute Darstellerin ist, aber in ihrer Rolle als garstige und lieblose böse Schwester über weite Strecken einfach fehlbesetzt wirkt. Chastain als Ice Queen und „Babyface“ Blunt als „Huntswoman“, hätte wahrscheinlich besser gepasst. Zur eigentlichen Antagonistin - Charlize Theron als diabolische „Evil Queen“ Ravenna - kann ich nur sagen, die Dame scheint wirklich die Bosheit in Person. Es hätte kaum eine passendere Besetzung für die schon aus „Snow White and the Huntsman“ bekannte böse Königin geben können.

 

Der Film:

Insgesamt bekommt man hier von Cedric Nicolas Troyan einen soliden Märchen/Fantasyfilm, der um einiges düsterer und brutaler als sein Vorgänger daherkommt. Nichts desto trotz finde ich, hätte es dem Film gut gestanden, ihm mehr sichtbare Kämpfe und eine höhere Alterseinstufung zu verpassen. Der Film will über weite Strecken etwas sein, was er aber im Endeffekt nicht ist. Werden doch in guter „Conan“ Manier, Dörfer überfallen, Erwachsene massakriert und Kinder versklavt. Offensichtlich zielt das Projekt auf eine etwas ältere Zielgruppe, der eine etwas direktere Zurschaustellung von Bosheit und Gewalt zugemutet werden hätte können. Dies wird aber immer wieder durch die flotten Sprüche des Huntsman, der beiden mehr oder minder lustigen Sidekicks in Form zweier Zwerge und relativ langatmigen Sequenzen des Films ziemlich entschärft. Es wird keine Zeit vertan mit Schlachtenszenen – die zwar angedeutet werden und dem Film sicher gut getan hätten – und versucht die Lovestory zwischen Eric und Sara relativ holprig in den Fokus zu rücken. Somit wird auf größere Kämpfe verzichtet und Verlegt sich auf, zwar sehr gut choreographierte, aber leider nur gelegentliche Zweikämpfe. Sehr positiv zu erwähnen ist die Optik des Streifens. Perfekte CGI Technik paart sich mit tollen Setbildern  - welche das düstere Auftreten gut einfangen – und authentisch gestalteten Kostümen, die auch mal dreckig und kaputt werden.

 

Fazit:

Ein für Hemsworth Fans und jüngeres Publikum mit nicht allzu hohen Ansprüchen relativ unterhaltsamer Fantasy Streifen, der die meisten Punkte mit Effekten und Setbildern einstreicht, sich jedoch ab dem zweiten Drittel etwas in der Handlung  festfährt, stellenweise zu langatmig ist und mit einem der offensichtlich angedachten Zielgruppe angepassten R-Rating zwar härter , aber besser gewesen wäre.